Jetzt die Grundlagen für gutes Altern in Greven schaffen!

Wir wollen die Grundlagen schaffen für gutes Altern in Greven!
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Greven will die Bedingungen für das „Alt werden“ und „Alt sein“ in Greven besser und differenzierter in den Blick nehmen. Die Fraktion möchte ein durchdachtes, auf konkreten Daten beruhendes Konzept und damit eine gemeinsam verabschiedete Grundlage, auf der älterwerden in Greven sozial und im Interesse der alternden Grevener*innen gestaltet werden kann. Altern findet in der Kommune statt und muss die spezifischen Bedingungen einer Stadt berücksichtigen.
Schaut man sich die Zahlen des demografischen Wandels in Greven an, so stellt man fest, dass die Anzahl der älteren und vor allen Dingen die Anzahl der hochaltrigen Menschen nicht unerheblich steigen wird. Das ist zunächst ein erfreuliches Phänomen: Wir sind zu einer Gesellschaft des langen Lebens geworden. 90 oder 100 Jahre alt zu werden ist keine absolute Ausnahme mehr. Gleichzeitig gilt aber wohl auch der Spruch: Jeder will alt werden, keiner will alt sein. Also keine ungetrübte Freude bezüglich des Alt seins. Die Gesellschaft schaut höchst ambivalent auf das Altern. Junge Alte werden umworben, Hochaltrigkeit wird eher als Problem gesehen. Die Sprache ist verräterisch: Alterslast, Alterslawine, Überalterung. Mit welchen Altersbildern leben wir? Wie beeinflussen sie unsere Sicht auf Alter und alte Menschen? Wie kann eine Stadtgesellschaft Teilhabe bis zum Lebensende gewährleisten? Wie erhält man die Mobilität und Selbstbestimmung von 80 oder 90jährigen Menschen? Wie gewährleisten wir eine gute Pflege in Institutionen, aber auch zuhause? Gibt es Altersdiskriminierung in Greven? Dies ist nur eine kleine Auswahl der Fragen, auf die eine Antwort gefunden werden muss. Wie man sein Alter wahrnimmt, hängt mehr ab von den Bedingungen und Handlungsspielräumen, die man als alter und hochaltriger Mensch hat, als vom Alter selbst. Bedingungen und Handlungsspielräume alter und hochaltriger Menschen werden durch politische Entscheidungen gestaltet.
Unter dem Titel Generation A – gut alt werden in Greven ist ein Anfang gemacht worden, sich mit der Lebensphase Alter auseinanderzusetzen. Die SPD Fraktion möchte diesen Prozess unterstützt und erweitert wissen durch die Aufarbeitung des kommunalen Pflegeplans 2018/2019 des Kreises Steinfurt und die Umsetzung der Ergebnisse auf die Stadt Greven in Form eines Rahmenplans. Außerdem beantragt sie eine breite Vermittlung von theoretischen Grundlagen zum Thema Alter und Altern und eine Verwaltungsstelle zum Thema Altern. „Es ist schön, dass es zukünftig in der Verwaltung eine Stelle geben wird, die sich mit dem Altern befasst und auch die Schnittstelle mit anderen sozialen Themen bearbeitet“, freut sich Monika Erben, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. „Altern ist eine wichtige Lebensphase, die alle Grevener begleitet und angeht.“.