In Greven gibt es viele Menschen, die sich ehrenamtlich in Initiativen und Vereinen engagieren. Diese begegnen sich, tauschen sich aus, bringen Ideen voran, integrieren Menschen, tun etwas für die Gesundheit und gegen Ausgrenzung und machen die Stadt so erst richtig lebenswert. Wie wichtig und wertvoll das ist, macht uns gerade die Coronakrise bewusst. Wir warten sehnsüchtig darauf, dass der Chor sich wieder trifft, ein Fußballspiel stattfindet, wieder gemeinsam Musik gemacht werden kann.
Das Leben in den Vereinen und Initiativen ist ein wichtiger Teil unserer Lebensqualität vor Ort.

Internetportal/ App zum Mitmachen und Kümmerer in der Verwaltung

Mir als Bürgermeisterkandidat ist es wichtig das Engagement der Menschen mit Hilfe der Fachabteilungen der Verwaltung zu unterstützen und Hilfestellungen bei Problemen zu geben. Egal ob Förderanträge beim Land, kleinere Reparaturen an Radwegen oder die Koordination einer Kooperation zwischen Vereinen. Die Bürger*innen und Vereine brauchen Ansprechpartner, die Zeit haben sich um diese Probleme zu kümmern.

Mein Ziel ist: Um mit den Bürger*innen einfach Kontakt aufnehmen zu können, wird es ein Mitmachportal im Internet und als App geben, in dem Anregungen, Beschwerden oder Mängelanzeigen eingestellt werden können (siehe Stadt Monheim). Die Mitarbeiter des Bereiches Bürgerbeteiligung werden sich zeitnah kümmern. Aus diesem Grund setzte ich mich dafür ein, dass der Bereich Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung zusätzliche personelle Unterstützung bekommt.

Beispiel eines Mitmachportals

Corona – städtische Unterstützung für die Vereine

Ich bin selbst Mitglied in vielen Grevener Vereinen und weiß daher, dass ehrenamtliche Vereine vor vielfältigen Herausforderungen stehen. Die größte Herausforderung ist im Augenblick die Coronakrise. Nicht nur dass das Vereinsleben auf Schutzkonzepte umgestellt werden muss, Einnahmen aus Veranstaltungen fallen weg und etliche Ehrenamtler gehören zu Risikogruppen. Die Stadtgesellschaft darf die Vereine und Ehrenamtler nicht allein lassen.

Ich plädiere für zusätzliche finanzielle Unterstützung der Vereine und Gruppen. Statt 10% pauschale Kürzungen, müssen – bei Bedarf – zusätzliche Fördergelder für Vereinsstätten oder für die Projektarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Bürgerbeteiligung – für gemeinsame Lösungen

Bürgerbeteiligung, egal ob beim Straßenbau, bei der Erstellung neuer Park- und Erholungsflächen, bei der Planung eines Spielplatzes oder eines Fahrradweges ist notwendig, um gemeinsam die beste Lösung zu finden. Hier müssen Veranstaltungen mit den Bewohner*innen in den Stadtteilen organisiert, begleitet und nachbereitet werden.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Fachabteilungen mit der Organisation der notwendigen Menge an Veranstaltungen überfordert sind. Ich setzte mich dafür ein, dass wir eine Stelle in der Verwaltung schaffen, die ausschließlich für die Planung und Durchführung dieser Veranstaltungen zuständig ist. Diese hat die Kontakte zu den Veranstaltungsorten und Betreibern in den Stadtvierteln, kennt Größe und Ausstattung der Räume, hat die benötigten Materialien wie Stellwände, Mikrofone und digitale Medien, überlegt sich das Veranstaltungssetting, lädt ein, führt und moderiert die Veranstaltung.

Bürgerbeteiligung Bürgerpark
Bürgerpark – Ergebnis der Bürgerbeteiligung für das (von der SPD vorgeschlagene) Parkgelände

Die Mitarbeiter aus der Fachabteilung haben die Fachinformation zu den Themen und assistieren bei dem Veranstaltungssetting, der Durchführung und der Auswertung der Ergebnisse. Durch diese Arbeitsteilung sollen die Fachabteilung vom reinen Veranstaltungsmanagement entlastet werden

Bürgerbudget – Projektbezogene Förderung in der Hand der Bürger

Die Idee ist, den Bewohnern der Stadtteile ein Budget für die Realisierung von Projekten zur Verfügung zu stellen (siehe Stadt Kamen ca. 1 € – 2 € pro Bewohner des Stadtteils). Mit Hilfe dieses Budgets sollen Bewohner*innen, Initiativen und Vereine selbst über die Förderung von Projekten in ihrem Stadtteil entscheiden können. Dazu werden diese aufgefordert, Projekte einzureichen. Egal, ob eine Sitzecke en einem belebten Ort, ein kleiner Spielplatz im Viertel oder die Verbesserung von Fahrradabstellanlangen.

Bürgerbudget Stadt Kamen

Die Fachabteilungen begleiten die Projekte fachlich und bereiten die Entscheidungen für eine Bewohnerversammlung vor. In dieser Bewohnerversammlung entscheiden die Bewohner*innen selbst, welche Projekte gefördert werden sollen. Die Verwaltung setzt die Projekte dann mit den Initiatoren um. Der Rat hat lediglich die Aufgabe diese Projekte formal zu beschließen.

Ziel ist es, die Bewohner*innen, die ja selbst Kenner ihres Viertels sind, bei der Gestaltung und Umsetzung von Ideen für ihr Viertel einzubinden. So kann es gelingen mehr Zufriedenheit und Lebensqualität in den Stadtvierteln und Ortsteilen zu schaffen.

Rathaus als Ort der Bürger*innen

Das Rathaus ist ein besonderer Teil einer Stadt, Hier wird die Stadt verwaltet und die Zukunft der Stadt geplant, politisch beraten und demokratisch entschieden. Die Politik hat die Aufgabe, den Willen der Bürgerschaft abzubilden und umzusetzen. Dafür ist es wichtig, dass die Bürger*innen sich mit dem Handeln von Politik und Verwaltung identifizieren.

Mit persönlich ist es wichtig, dass das Rathaus Teil der Stadtgesellschaft ist und Entscheidungen gemeinsam und transparent erarbeitet werden. Das Rathaus soll als serviceorientierter Dienstleister offen für die Bürger*innen und – im Ideal – auch Kümmerer für die Bürgerschaft sein.
In einem großen eigenständigen Stadtteil wie Reckenfeld sollte die Verwaltung präsent sein. Hier ist zu prüfen, wie das angemessen umgesetzt werden kann.  

Grevenr Rathaus – Bürgermeister für Greven Dr. Christian Kriegeskotte

Unverzichtbar ist es, dass der Tagungsbereich des Rathauses für die Dachorganisationen von Vereinen und Institutionen in der Stadt zugänglich ist. Da Greven keine Tagungshotels hat, sind diese sonst auf Veranstaltungshäuser außerhalb unserer Stadt angewiesen. Das ist für unsere Stadt nicht akzeptabel.

Das Rathaus muss auch Ort der Information und Kultur und für Ausstellungen und Informationsveranstaltungen offen sein.

Unser Ziel muss sein, dass die Bürger*innen das Rathaus auch als Mittelpunkt des Lebens unserer Stadt wahrnehmen.