Beim Treffen von SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte mit Klaus Schwenken, Christian Erdmann, Jürgen Otto und Helmut Getta, den Vorstandsmitgliedern des Reckenfelder Bürger Vereins (ReBüVe), im „Haus der Geschichte“ über die Historie Reckenfelds wird schnell klar, der Bürgermeisterkandidat kennt sich bereits bestens aus. Verständlich, denn „meine Mutter ist Ur-Reckenfelderin, und ich habe selbst mehrere Jahre in Reckenfeld gelebt.“
Vom gut durchdachten und sorgfältig ausgeführten Erhalt des Hauses der Geschichte wie auch von den vielen kleinen liebevoll erhaltenen Details im Inneren des ehemaligen Munitionsschuppens zeigt sich Kriegeskotte begeistert. Die Arbeit des Bürgervereins ist sehr vielfältig wie der erste Vorsitzende Klaus Schwenken darlegt: „So unterstützen wir beispielsweise nicht nur die Flüchtlingshilfe, sondern bieten auch für viele Reckenfelder Projekte eine Plattform hinsichtlich Organisation und/oder Sponsorensuche, sei es nun für das Weihnachtsbaumschmücken oder die Nistkasten-Aktion.“ Eine Aktion, die Helmut Getta besonders am Herzen liegt, ist das Projekt des historischen Radwegs. Er kümmert sich um die vom ReBüVe errichteten Bänke und die Bepflanzung dieser Ruhezonen. Deshalb hakt der engagierte 82-Jährige auch direkt beim Bürgermeisterkandidaten nach und bemängelt die fehlende Unterstützung seitens der Stadt Greven hinsichtlich Mülleimer und Wasser zum Blumen-Gießen. Auch der zweite Vorsitzende Christian Erdmann berichtet von einer Ungleichbehandlung bei Reparaturen an Spielplätzen: „Das sind zwar nur Lappalien, spiegelt aber wider, dass wir uns hier manchmal nicht ernst genug genommen fühlen.“ „Und einige Grevener Projekte sind wesentlich schneller umgesetzt worden als beispielsweise die Reckenfelder Ortsmitte“, ergänzt Schwenken.

Vorschlag: Unkomplizierten Problemlösungs-Treffen direkt vor Ort

Für die Reckenfelder Nöte hat Kriegeskotte ein offenes Ohr. „Meine Vision für eine zukünftige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung – sehe ich in noch mehr Bürgernähe und Kommunikation beispielsweise mit gemeinsamen und unkomplizierten Problemlösungs-Treffen direkt vor Ort. Für die vielen Projekte, die ich mit intensiver Bürgerbeteiligung durchführen möchte, ist es außerdem notwendig eine extra Stelle im Rathaus zu schaffen.“
Als neue Kontaktstelle in Reckenfeld bittet sich das neu zu schaffende Bürgerhaus an. Jürgen Otto als Bau-Experte präsentiert die Pläne für den Erhalt und Umbau eines Teils der Alten Hauptschule als Bürgerhaus: „Dieser Teil der Schule ist zwar so alt wie die Kirche, aber die Bausubstanz ist massiv und gut erhalten, es müssten hauptsächlich Fenster und Heizungen ausgetauscht und Wände versetzt werden. Aber es lohnt sich, diesen prägenden Gebäudeteil zu erhalten, mit dem so viele Reckenfelder Geschichten verbunden sind.“ Dass der Verein auch große Projekte stemmen kann, hat er beim Haus der Geschichte bereits unter Beweis gestellt betont Erdmann: „Wir haben auch gute Beziehungen zu den örtlichen Handwerkern, die uns entsprechend mit Sonderpreisen unterstützen würden.“
Der Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte ist begeistert von so viel bürgerlichem Engagement und widmet sich dem Plan sehr intensiv: „Mit einem hohen Standard bei der Barrierefreiheit kann das Bürgerhaus für wirklich alle ein Ort der Bürgernähe werden.“