Zu einem Gespräch an der Saerbecker Straße trafen sich  der Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte und Stevens Gomes mit Thomas, Tobias und Felix Ahaus. Thomas Ahaus leitet gemeinsam mit seinem Sohn Tobias das Bauunternehmen. Sein Bruder Felix sorgt als Inhaber und Geschäftsführer der Ahaus Immobiliengesellschaft für die Vermarktung der Gebäude. „Seit mehr als 30 Jahren seid ihr in Greven zum Thema Bauen und Wohnen aktiv und gehört zu den größten Bauherren Grevens“, umreißt Kriegeskotte die Bedeutung des Unternehmens und fragt, „was ist euch wichtig, was könnten wir verbessern?“

Thomas Ahaus fasst mit Blick auf die Baustelle adie wichtigsten Themen zusammen: „Öffentlich geförderter Wohnraum, Vermarktung von Gewerbeflächen, Angebote für Senioren und lange Verwaltungswege im Rathaus.“
„Gerade öffentlich geförderter Wohnraum ist notwendig aber für Investoren nicht immer einfach umzusetzen“, weiß Kriegeskotte aus seiner langjährigen Rats-Erfahrung. „Wir sehen die Notwendigkeit, aber für uns als Bauherren bedeutet eine verpflichtende Anteil von öffentlich geförderter Wohneinheiten natürlich finanzielle Einbußen“, erklärt Tobias Ahaus, „die acht geförderten Wohnungen sind ja nicht schlechter ausgestattet, sondern haben die gleiche hochwertige Gebäudeausstattung, aber die Mieteinnahmen liegen natürlich deutlich darunter.“Trotzdem sind von Ahaus sowohl hier als auch am Grünen Weg entsprechende Wohneinheiten geschaffen worden.

Die aktuell entstandenen Gebäude mit moderner Architektur und energetisch fast autarkem KfW40-Standard sind  bereits verkauft oder vermietet. Doch die Flächen für Gewerbetreibende sind noch zu vermarkten. „Wo liegen die Schwierigkeiten?“, interessiert Gomes. „Vermietung ist oft kein Problem, aber ein Kauf in dieser Größenordnung erfordert schon eine Menge Kapital“, erklärt Felix Ahaus. So hat sich für das noch nicht bebaute Grundstück der Interessent zurückgezogen. Ursprünglich wollten die Alexianer hier eine Tagespflege, eine betreute Demenz-WG und  öffentlich geförderte Single-Wohnungen für das „Betreute Wohnen“ errichten.

Aber die Zeit und damit auch die finanziellen Anforderungen liefen den Investoren davon.

„Denn gekauft und damit in finanzielle Vorleistung getreten haben wir die Flächen vor Jahren“, erklärt Thomas Ahaus. „Die ersten Pläne wurden im Februar 2016 bei der Stadt eingereicht“, ergänzt sein Sohn. „Der Weg durch die verschiedenen Gremien war lang und nicht einfach“, erinnert sich Kriegeskotte. Mittlerweile führt die Ahaus-Familie Gespräche mit einem neuen gut aufgestellten Interessenten aus der Seniorenpflege. „Dafür haben wir die Pläne nochmals angepasst und mussten daher immer wieder in einen neuen Abstimmungsprozess mit der Verwaltung.“ Tobias Ahaus richtet eine Bitte in Richtung Rathaus: „Verkürzt die Verwaltungswege und sorgt für Abstimmung zwischen den Ausschüssen. Das spart für alle Zeit und Geld.“

Abschließend möchte Christian Kriegeskotte wissen: „Was wünscht ihr euch von mir als möglichen künftigen Bürgermeister?“
Die Antwort ist eindeutig: „Sei Macher und Entscheidungsfäller!“