Fahrradanhänger und Lastenräder auf dem Radweg

Woanders sind sie aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Und auch in Greven sieht man sie immer öfter. Warum auch Sie über einen Fahrradanhänger für Kinder oder ein Lastenrad nachdenken sollten und wie Sie beim Kauf bares Geld sparen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Verkehrschaos durch Elterntaxis

Kurze Beine, kurze Wege: oft ist es zu Schule und Kita gar nicht mal so weit. Mit dem SUV bis ins Klassenzimmer, ist heutzutage für viele Kinder Alltag. Das sorgt für einige Staus. Zeit, in der manche Menschen in der Hektik nicht nur Geduld, sondern manchmal auch ihre gute Manieren verlieren.

Gründe für die sogenannten Elterntaxis gibt es offenbar genug: es regnet, es ist zu kalt, zu dunkel oder die Kinder müssen noch schnell auf dem Weg zur Arbeit abgesetzt werden.

Doch es formiert sich Widerstand. So stellte die Stadt Greven zum Beispiel jüngst Steine an der Erich-Kästner-Grundschule in Reckenfeld auf. Dort war eine Obstwiese durch Wildparker immer wieder in Mitleidenschaft gezogen worden.

An der Martinigrundschule in Greven hingegen setzt man auf den Walking Bus als Alternative zum Auto.

Und wer sich die Verkehrssituation am Marienschulzentrum mal anschaut – dort befinden sich eine Grundschule, eine Gesamtschule und eine Kita – wird recht schnell merken: hier ist es kein bisschen besser. Im Gegenteil, auf dem Weg dorthin wird gerne die Zeit wieder gutgemacht. Auch das ist ein Grund, warum drei neue Verkehrsdialog-Displays für mehr Sicherheit auf dem Weg zu Schule und Kita sorgen sollen: am Eingang der Wöste (Leinweberstraße), vor der Kita Overmannstraße und an der Schützenstraße.

Nie wieder Parkplatzprobleme

Auch der Weg zum nächsten Supermarkt oder in die Innenstadt ist nicht weit. Und doch: ein Auto ist schon praktisch und bequem, wenn man mal eben einkaufen will. Der Kofferraum ist groß genug und auch die Kinder haben Platz. Zu Stoßzeiten allerdings kann die Fahrt schon mal etwas länger dauern – ebenso wie die Suche nach dem Lieblingsparkplatz.

Ein Grund mehr, sich mal über einen Fahrradanhänger oder ein Lastenrad Gedanken zu machen. Natürlich muss man sich da etwas mehr bewegen – aber dafür hat man frischen Wind um die Nase und hat keine Parkplatzprobleme mehr. Ganz nebenbei schont das auch den eigenen Geldbeutel: schließlich fallen keine Kosten für Sprit, Steuern, TÜV und Werkstatt an. Auch ein größerer Einkauf findet seinen Platz. Und den Kindern macht es ganz sicher richtig viel Spaß.

Wer mag, wählt die elektrische Alternative. Oder belässt es beim Rad und nimmt einen Fahrradanhänger für Kinder dazu.

Unser Förderprogramm für klimafreundlichen Verkehr

Im Alltag zeigt sich oft: für das, was notwendig ist, nehmen wir gerne das Auto. Schnell zur Arbeit, schnell einkaufen, schnell die Kinder wegbringen.

Für Ausflüge mit den Kindern aber setzen viele Familien auf das Rad. Ob ins Freibad Schöneflieth, ob an den Beach zu „Greven an die Ems“, an einen See bei Greven oder zu den zahlreichen Spielplätzen der Stadt: hier sieht man nur selten ein Auto, dafür aber umso mehr Fahrradanhänger.

Wir wollen, dass die klimafreundlichen Alternativen Lust machen, auch im Alltag mal das Auto beruhigt stehen zu lassen. Andere Städte wie Berlin, Münster oder die Nachbarstadt Emsdetten machen es bereits vor: dort werden Kaufprämien für Lastenräder und Kinderanhänger sehr gut angenommen.

Für Greven fordern wir in einem Antrag ein ähnliches Förderprogramm. Mit 15.000 Euro pro Jahr sollen vor allem junge Familien mit Kindern unterstützt werden – doch auch lokale Unternehmen sollen hiervon profitieren.

Ab 2020 sollen auf Antrag Zuschüsse der Stadt Greven in dieser Höhe gezahlt werden:

  • Elektro-Lastenrad:            1.000 Euro
  • Lastenrad:                            500 Euro
  • Lasten-/Kinderanhänger:           150 Euro

aber jeweils max. 30 Prozent der Anschaffungskosten. Mehr zu den Förderbedingungen lesen Sie hier.

Millionenschwere Investitionen in Radwege

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Fahrräder alleine machen natürlich noch keinen besseren Verkehr. Es braucht ein Gesamtkonzept, wie der Verkehr in Greven organisiert werden kann und welche Alternativen es zum Auto noch gibt – oder wie wir sie entwickeln können.

Das Mobilitätskonzept der Stadt Greven liefert einen Rahmen, wie wir in Zukunft in Greven mit dem Thema Verkehr umgehen. Und jede Reise beginnt mal mit einem Anfang. Daher fordern wir für die Jahre 2020 bis 2023 insgesamt 2 Mio. Euro für verschiedene Projekte im Rad- und Fußverkehr.

Denn der Verkehr der Zukunft braucht Platz – und das mehr als bisher.