Raus in die Natur! Zeit, gemeinsam Greven und die wunderschöne Landschaft drumherum zu entdecken. Bei bestem Wetter sollte uns eine Radtour vom quer durch Greven führen – mit abschließendem Grillen im Grünen. Besser kann ein Sommerfest nicht sein.

Start am Strand

Los geht es am Beach, an der Eventfläche „Greven an die Ems“. Dort, wo im Sommer Familien und Sonnenhungrige ihre Freizeit verbringen, wo kleine Kinder im Sand buddeln und sich im kühlen Nass vergnügen, treffen wir uns. Die einen mit E-Bike, die anderen noch ganz mit Muskelkraft. Ob jung, ob alt – Radfahren ist ja irgendwie auch was für jedermann.

Und so sehen wir unsere Radwege mal in der Praxis mit ganz anderen Augen als vom grünen Tisch im Rathaus. Und stellen fest: Radwege gehen auch manchmal besser und breiter. Weniger Autos wären auch nicht schlimm. Aber die Landschaft ist klasse! Durch die Bauerschaften, an der frischen Luft, genießen wir unser Greven.

Zwischenstopp Kläranlage: Vorzeigeprojekt in NRW

Apropos frische Luft: Zwischenstopp an der Kläranlage. Dass das nicht nur was mit strengen Gerüchen zu tun hat, sondern eine komplexe Anlage mit hochmoderner Technik ist, lernen wir bei einer zweistündigen Führung.

Das Grevener Schmutzwasser wird aktuell noch in drei Stufen gereinigt. Zuerst kommt alles Feste raus – der Fäkalschlamm wandert dann in die Faultürme. Innerhalb eines Monats wird daraus Gas produziert, welches in Strom umgewandelt, zusammen mit einer Photovoltaikanlage die Energie für das Klärwerk liefert.

Neuestes Wunderwerk der Technik ist jedoch die sogenannte Vierte Reinigungsstufe. Sie wird in der Lage sein, auch Mikroplastik, Pestizide, Antibiotika und andere Arzneimittelrückstände aus dem Grevener Abwasser zu filtern., bevor es in die Ems geleitet wird. Wir erinnern uns alle kurz an den Beach zurück und freuen uns, dass die Wasserqualität in Greven künftig noch besser wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn gesetzlich vorgeschrieben ist das nicht.

In Greven werden hierfür 4 Millionen Euro in die Kläranlage investiert. Die neue Anlage ist ein Vorzeigeprojekt: im Rahmen eines Forschungsvorhabens soll regelmäßig überprüft werden, wie gründlich die Technik Schadstoffe filtert und damit technische Weiterentwicklungen des Systems ermöglichen. Das Land NRW übernimmt daher 80 % der Kosten. Gut investiertes Geld!

Ein starkes Team – auch abseits der Politik

Die neuen Eindrücke müssen wir erstmal verdauen. Und so geht es nach einer kleinen Stärkung weiter mit unserer Radtour. Endstation ist Herbern: dort hat Familie Honermann eingeladen ins Grüne. Erst Kuchen, später Grillen und bei all dem strahlende Gesichter und gute Gespräche. Und einmal mehr sehen wir ein starkes Team – auch abseits der Politik.