„Mit dem Persönlichen Budget für Menschen mit Behinderung kann der große Schritt in ein selbstbestimmtes Leben gelingen“, so Marita Dirks-Kortemeyer, pädagogische Assistenz des Vorstandes der Lebenshilfe im Kreis Steinfurt, die anlässlich der Ausstellung zum persönlichen Budget die SPD-Fraktion in Greven informierte.
Das persönliche Budget gewährleiste eine ambulante Versorgung von Menschen mit Behinderung und trage ihrem Wunsch nach Selbständigkeit Rechnung. Ob diese Möglichkeit gewählt wird, wird in intensiven Beratungsgesprächen zusammen mit dem Menschen mit Behinderung herausgefunden. “Nicht alle Menschen mit Behinderung möchten diese Möglichkeit nutzen. In den von der Lebenshilfe geführten Beratungsgesprächen muss die Frage beantwortet werden, ob sich der Mensch mit Behinderung  den Anforderungen der Selbstorganisation  gewachsen fühlt.“ Für einige seien die Anforderungen zu hoch, erklärt sie weiter. „Plötzlich für die Helfer zum Arbeitgeber zu werden, das möchte nicht jeder“. Für diejenigen, die selbständig leben möchten und dies mit Assistenz auch können, sei das Persönliche Budget aber ein möglicher Weg.

Familie Hille erklärt, wie es gehen kann: ihre Tochter mit geistiger Behinderung lebt inzwischen selbständig und glücklich in einer eigenen Wohnung. Die größte Schwierigkeit sei gewesen, ein passgenaues Hilfeangebot für die Tochter zu erarbeiten, erfährt die SPD-Fraktion.

„Das persönliche Budget ist eine gute Möglichkeit der selbstbestimmten Teilhabe“, bestätigt Fraktionsvorsitzender Dr. Christian Kriegeskotte, wollte aber auch über die aktuellen Umsetzungsschwierigkeiten informiert werden.

Mit einem Appell an die Politik verband Marita Dirks-Kortemeyer die Information, dass die erforderlichen Beratungsleistungen nicht refinanziert werden und die Antragstellung dringend vereinfacht werden muss.