Dr. Christian Kriegeskotte
Dr. Christian Kriegeskotte

Im Frühjahr des vergangenen Jahres beantragte die SPD Fraktion gemeinsam mit der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die Situation der Offenen Ganztagsgrundschule in den Blick zu nehmen und mittelfristige Lösungsansätze und –alternativen zu erarbeiten. Im November beantragte die SPD-Fraktion zusätzliche Mittel für weitere Plätze im Haushalt 2012 bereitzustellen. Die SPD Fraktion erkennt an, dass Verwaltung und „Lernen fördern“ die Aufnahmesituation der OGS in der Vergangenheit kooperativ und engagiert gelöst haben. Gleichwohl zeichnet sich für das kommende Schuljahr eine Situation ab, die mit den vorhandenen personellen und räumlichen Mitteln nicht lösbar ist. Umso wichtiger ist, dass Elternvertreter, Politik, Verwaltung, Schulen und Lernen Fördern gemeinsam daran arbeiten, Lösungen zu finden, damit möglichst viele der Kinder im kommenden Schuljahr betreut werden können. „In den nächsten Jahren wird sich diese Situation noch deutlich zuspitzen“, so SPD Fraktionsvorsitzender Christian Kriegeskotte, „da es laut Prognosen notwendig sein wird ca. 300 Betreuungsplätze in der Grundschule zusätzlich zu schaffen. Dieses kann nur erreicht werden, wenn neben der Schaffung von Plätzen in der Offenen Ganztagsgrundschule neue Lösungen mit flexibleren Betreuungszeiten, z. B. bis 13:00 Uhr gefunden werden“.

Ebenso müsse der Weg in Richtung Gebundene Ganztagsschule gegangen werden.

„Wir wollen so früh wie möglich alle Kinder mitnehmen. Dazu müssen wir sie an den pädagogischen Angeboten der OGS teilhaben lassen“. Außerdem sei für alle Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten, dazu gehören insbesondere auch die arbeitsuchenden Eltern, die ohne einen Betreuungsplatz für ihre Kinder kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, so Monika Erben, stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Mittelfristig möchte die SPD Fraktion, dass alle Eltern, die einen OGS-Platz für ihr Kind wünschen, diesen auch bekommen.

„Dass die Bereitstellung dieser Plätze ein Kraftakt für die Stadt sein wird, darüber sind wir uns im Klaren“, so Kriegeskotte. „Wir werden Geld in die Hand nehmen müssen und das möglichst schnell. Jeder weiß, wie wichtig es ist, in die Zukunft von Kindern und ihrer Familien zu investieren. Wo ist das Geld besser aufgehoben“?