Am 13. Juli wird der Rat der Stadt Greven über die Errichtung einer gebundene Ganztagsschule abstimmen. Zuvor hatte bereits der Schulausschuss der Vorlage zu Errichtung einer Gesamtschule zugestimmt. In diesem Artikel informieren wir Sie, welche Veränderung wann auf die Grevener Schullandschaft zukommt.

[Update] Der Rat der Stadt Greven hat einstimmig für die Errichtung einer Gesamtschule gestimmt. Wir freuen uns, dass alle Fraktion der Vorlage der Verwaltung unter Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) zugestimmt haben. [/Update]

Warum muss die Schullandschaft in Greven verändert werden?

Eine Veränderung der Grevener Schullandschaft ist im wesentlichen aus drei Gründen erforderlich:

  • Die Anmeldezahlen an der Marien – Hauptschule gehen immer weiter zurück. Es ist zu erwarten, dass die für das Aufrechterhalten des Schulbetriebs erforderliche Zweizügigkeit der Marien – Hauptschule auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist. Für das Schuljahr 2011 / 2012 wurden nur noch 23 Schüler angemeldet. Es ist daher erforderlich, rechtzeitig auf die sinkenden Schülerzahlen zu reagieren.
  •  Die Anmeldezahlen am Gymnasium Augustinianum sind stark gestiegen. Das Gymnasium Augustinianum hat bereits vier Jahrgangsstufen mit je sieben Klassen. Die anderen Jahrgänge bestehen aus 6 Klassen. Damit ist die Raumkapazität des Gymnasiums erschöpft. Es ist erforderlich, eine Entlastung für das Gymnasium Augustinianum zu schaffen.
  • Aus der im Jahr 2010 durchgeführten Elternbefragung und den hohen Anmeldezahlen an den benachbarten Gesamtschulen in Nordwalde und Saerbeck lässt sich erkennen, dass die Schulform Gesamtschule in Greven von den Eltern nachgefragt wird.

Wo und wann entsteht die neue Gesamtschule?

Die neue Schule wird im Marienschulzentrum als eine fünfzügige Gesamtschule errichtet. Die Gesamtschule nimmt Ihren Schulbetrieb ab 2012 / 2013 auf. Ab diesem Schuljahr nehmen die bisherigen Schulen Justin-Kleinwächter-Realschue und die Marien Hauptschule keine neuen Schüler auf.

Wie sieht der Zeitplan für die Errichtung der Gesamtschule aus?

  • Ratsbeschluss: 13.07.2011
  • Antragstellung bei der Bezirksregierung Münster: Bis Ende August 2011
  • Erarbeitung eines Schulprofils: Bis Ende September 2011
  • Informationsveranstaltungen an den Grundschulen: Bis Mitte Oktober 2011
  • Elternbefragung: Anfang November
  • Durchführung des Anmeldeverfahrens: Frühjahr 2012
  • Eröffnung der neuen Gesamtschule: 22.08.2012

Warum wird keine weiterführende Schule in Reckenfeld errichtet?

Diese Frage wurde intensiv errötet. Damit eine Gesamtschule von der Bezirksregierung genehmigt werden kann, benötigt man ausreichende Schülerzahlen und ein passendes Schulgebäude. Das Ergebnis der Diskussion war, dass die die Errichtung einer weiterführenden Schule in Reckenfeld nicht in Betracht kommt, weil die Schülerzahlen in Reckenfeld nicht ausreichen, die Investitionen in den Schulbau zu hoch wären und keine Kosteneinsparungen zu erwarten sind. Im Gegensatz dazu bietet das Marienschulzentrum alle erforderlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Gesamtschule.

Daher kommt das alte Hauptschulgebäude als Standort einer weiterführenden Schule nicht in Betracht. In ihrer Verfügung vom 17.05.2011 hat die Bezirksregierung Münster der Stadt Greven diese Auffassung bestätigt. Die Partei Reckenfeld direkt unter Ernst Reiling kennt diese Sachverhalte  – fordert aber trotzdem eine weiterführende Schule für Reckenfeld, obwohl Sie weiß, dass dies leider unrealistisch ist.

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