Im direkten Kontakt mit dem FMO Geschäftsführer Prof. Stöwer informierte sich die SPD Fraktion über seine Einschätzung des Verwaltungsgerichtsurteils und ließ sich über Konsequenzen und Chancen des Urteils unterrichten.
In einem interessanten Vortrag erläuterte Prof. Stöwer zunächst die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens. Neben den hohen operativen Gewinnen, die der Flughafen im gesamten letzten Jahrzehnt eingefahren habe, (8Mio Euro in 2010) werde der FMO im Jahr 2011 auch wieder ein positives Geschäftsergebnis erreichen. Dabei erweise es sich als vorteilhaft, dass die Passagierentwicklung aufgrund der breiten Aufstellung des Flughafens nicht den extremen Schwankungen unterworfen ist, wie sie an typischen Billigflughäfen auftreten würden, erklärte er.Des weiteren wies er darauf hin, dass 1860 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen wurden und in der Region 3000 weitere Arbeitsplätze über den FMO gesichert würden. Die Gesellschafter hätten seit 1998 nicht einen Euro Verlustabdeckung tragen müssen, anders als z. B. in Dortmund, wo die Gesellschafter jährlich bis zu 30 Millionen Euro tragen müssten. Â
Zur weiteren Planung stellt Prof. Stöwer klar, dass die Realisierung einer Startbahnverlängerung im Rahmen eines Planergänzungsverfahrens möglich erscheint, wenn ein Konsens bezüglich der Umweltschutzbelange mit dem NABU erreicht werden kann. Diese Einigung könnte auf einen Verzicht auf die Überbrückung des Eltingmühlenbaches, zugunsten einer Verlegung des Baches um das Flughafengelände herum, basieren. „Den Verzicht auf die Überbrückung des Eltingmühlenbaches im Rahmen einer Startbahnverlängerung von 3000 m würde die SPD-Fraktion begrüßen,“ erklärte der Vorsitzende Christian Kriegeskotte, „da so eine unter ökologischen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten richtige Entscheidung für den Flughafen und die Region getroffen wird.”
An einer Startbahnverlängerung auf moderate 3000 m hält die SPD, wie im Kreiswahlprogramm verankert fest. Die direkten Konkurrenten Weeze und Paderborn haben längere Startbahnen als der FMO, Dortmund plant eine Verlängerung der Startbahn. “Wenn der FMO dauerhaft den Anspruch, der dritte internationale Flughafen in NRW zu sein, halten möchte, ist eine moderate Startbahnverlängerung notwendig. Andernfalls wird der Standort an Bedeutung verlieren,” äußert sich der Fraktionsvorsitzende Christian Kriegeskotte abschließend.





Hinterlasse eine Antwort