Jürgen Coße dankt Udo Schröer
Jürgen Coße dankt Udo Schröer

Jürgen Coße dankt Udo Schröer

In einem zweistündigen Vortrag mit Diskussion berichtete der Geschäftsführer der AirportPark FMO GmbH auf Einladung der Kreis-SPD über die Entwicklung und Perspektiven des innovativen Gewerbegebietes am Flughafen Münster-Osnabrück.

2004 als interkommunale Entwicklungsgesellschaft gegründet, seien nun seit Ende 2010 alle Erschließungsmaßnahmen abgeschlossen, so Schröer. Im ersten Bauabschnitt stünden 48 ha Grundstücksflächen für interessierte Investoren zur Verfügung. Modernste, hochleistungsfähigste Breitbandtechnologie, LED-Beleuchtung, die Versickerung des Regenwassers und die Energieversorgung durch ein zentrales Biomasse-Heizkraftwerk machen den AirportPark zu einem ökologisch und ökonomisch vorbildlichen und attraktiven Standort, berichtete Schröer.

Daran zweifelten auch die zahlreich anwesenden SPD-PolitikerInnen nicht. “Natürlich ist der FMO mit dem AirportPark ein Leuchtturm in unserer Region”, unterstrich Björn Schilling, Kommunalpolitiker aus Lengerich. Er und einige andere in der Runde kritisierten jedoch, dass die insgesamt 206 ha Grundstücksflächen am Flughafen nun entgegen früherer Zusagen allen umliegenden Gemeinden bei der Ausweisung von Gewerbegrundstücken angerechnet würden. “Diese Flächen fehlen uns jetzt vor Ort. Und die im AirportPark erwirtschaftete Gewerbesteuer teilen sich zukünftig die Stadt Greven, der Kreis Steinfurt und die Stadt Münster”, so die Kritik.

Gegenwärtig sind diese Einnahmen allerdings noch sehr gering. Erst zwei Grundstücke im AirportPark wurden verkauft, u. a. für die Errichtung eines Landeplatzes für den ADAC-Luftrettungshubschrauber. Das Ziel sei eine Vermarktung von 15.000 qm pro Jahr, so Schroer. Weitere Interessenten gäbe es vor allem im Dienstleistungsbereich. Ein LED-Entwickler, ein Autozulieferbetrieb, ein Betrieb im Bereich e-commerce, ein Hotelbetreiber, sowie ein privater Klinikinvestor hätten Interesse bekundet. Auch der Bau einer Tankstelle sowie Einzelhandel und Gastronomie seien möglich. “Erst wenn die Grundstücke verkauft werden, bekommen wir die Kosten wieder zurück”, betonte die Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Elisabeth Veldhues. Wie lange das dauern werde, darauf wollte sich Schröer jedoch nicht festlegen. “Ziel ist eine Einnahme von 1 Million Euro pro Jahr”, so der Geschäftsführer. “Daran arbeiten verschiedene Akteure. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern der Umgebung ist sehr gut und hilfreich”, so Schröer. An einer gezielten Abwerbung von Unternehmen aus der Region sei er nicht interessiert, erklärte Schröer auf Nachfrage. “Wenn Betriebe aus dem Kreis, die bisher als Mieter eine Gewerbefläche im Umkreis genutzt haben, für eine Erweiterung eigenes Gelände erwerben wollen, bietet der AirportPark allerdings sehr gute Möglichkeiten”, so der Geschäftsführer. Bei aller Kritik an den hohen Kosten und der schleppenden Entwicklung des neuen Gewerbegebietes waren sich die SPD-PolitikerInnen einig, dass das vorgestellte Konzept in seiner Gesamtheit  einen Gewinn für die Region Münsterland darstelle. “Als SozialdemokratInnen ist uns besonders an der Sicherung guter Arbeitsplätze gelegen. Auch deshalb wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der zügigen, erfolgreichen Vermarktung der Grundstücke”, schloss Jürgen Coße, Vorsitzender der SPD im Kreis Steinfurt den informativen Abend.