Die Grevener Schullandschaft steht kurz vor wesentlichen Veränderungen. Ab dem Schuljahr 2012/2013 wird es in Greven eine Gesamtschule geben, die neben einem Schulabschluss der Sekundarstufe I (Haupt – und Realschulabschluss) auch die Möglichkeit bietet, das Abitur nach 9 Jahren (G9) zu erlangen. Desweiteren wird in Greven langfristig, wenn es nach dem Willen von SPD und Bündnis 90/Grüne geht, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleistet: Die Verwaltung wird beauftragt,  für die offene Ganztagsgrundschule ein langfristiges Konzept zu erarbeiten.
Am 16. Mai wurden diese geplanten Entwicklungen auf einem Arbeitstreffen des Arbeitskreises Schule der Grevener SPD und der SPD-Ratsfraktion noch einmal ausführlich diskutiert.
Drei Aspekte standen dabei im Vordergrund.
Erstens: In Greven wird endlich der Elternwille respektiert. Grevener Schüler brauchen in Zukunft nicht mehr nach Saerbeck oder Nordwalde fahren. Auch in Greven werden sie eine Gesamtschule finden, die sich an den pädagogischen und qualitativen Standards der bekannten Saerbecker Schule messen lassen wird und muss!
Zweitens: Eine Hauptschule wird es in Greven nicht mehr geben. Für das Schuljahr 2011 /2012 wurden dort nur noch 23 Schüler angemeldet.
Drittens: Die Situation am Grevener Gymnasium droht außer Kontrolle zu geraten.
Diesen Aspekt ließen sich die Mitglieder der SPD-Fraktion und des Arbeitskreises Schule zunächst  vom Schulleiter Dr. Krobisch und einigen Elternvertretern persönlich vor Ort im Lehrerzimmer des Grevener Gymnasiums erläutern. Dr. Krobisch konnte eindrucksvoll belegen, dass Unterrichtsräume, insbesondere Fachräume für Physik und Chemie fehlen bzw. sich in beklagenswertem Zustand befinden.  Noch größere Sorgen bereiteten ihm jedoch die Arbeitsbedingungen für die Lehrer am Grevener Gymasium. Ein kurzer Rundgang durch die Lehrerzimmer und Vorbereitungsräume des Gymnasiums veranlassten den schulpolitischen Sprecher der Grevener SPD-Fraktion, Michael Zweihaus , zu der Bemerkung , dass man hier durchaus von einer gewissen Respektlosigkeit gegenüber den am Gymnasium tätigen Lehrerinnen und Lehrern  sprechen könne und er frage sich, warum diese Mängel nicht schon vor 2 Jahren bei der Auflegung des Konjunkturpaketes II zur Sprache kamen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Christian Kriegeskotte versprach, die von Dr. Krobisch und den Elternvertretern aufgezeigten Problemen bei den anstehenden Haushaltsberatungen aufzugreifen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen.  Die Lösung könne nicht allein in der durch die Errichtung einer Gesamtschule erwarteten Entlastung für das Gymnasium liegen.
Bei der anschließenden Diskussion im Fraktionsraum des Rathauses wurde auch noch kurz die Situation im Grevener Westen angeschnitten. Die SPD-Fraktion freute sich darüber, dass auch an der Anne-Frank Realschule offensichtlich einiges in Bewegung geraten ist und respektiert, das man dort für die Entwicklung eines geschärften Schulprofils, dass im Wettbewerb mit Gymnasium und Gesamtschule einen längerfristigen Bestand hat, noch etwas Zeit benötigt.






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